Wenn Sie so langsam auf das Ende der Schwangerschaft zusteuern, wird Ihnen sicher eines immer klarer werden: Ihr Baby wird ein Konsument aller erster Güte werden! Damit Sie jedoch nicht vollkommen unvorbereitet durch die Vielzahl an Artikel stolpern, die das weitreichende Baby-Sortiment bietet, haben wir für Sie als Anhaltspunkt für Ihre Shopping-Tour einige Checklisten aufbereitet. Darüber hinaus finden Sie aber auch praktisch orientierte Check- kamagra preis und Entscheidungshilfen, die Sie in der Endphase Ihrer Schwangerschaft unterstützen sollen.

Sie finden nachfolgend eine Checkliste für die "Klinikwahl", welche die Entscheidung für die richtige Klinik anhand von Fragen unterstützt; eine "Checkliste für die Wehen", in der Sie Hinweise zur Beschleunigung der Wehen und weiterführende Tipps erhalten; eine Checkliste für die "Geburt", welche die wichtigsten Dinge beinhaltet, die Sie im Krankenhaus und zur Entbindung benötigen; eine "Entscheidungshilfe zur Hausgeburt", in der Sie die Pro´s und Contra´s der Hausgeburt abwägen können; eine "Checkliste zum Kaiserschnitt", in der Sie wichtige Kriterien zum Kaiserschnitt abwägen können; einen "individuellen Geburtsplan"; eine Checkliste für die "Erstausstattung" Ihres Babies, damit Sie die ersten Wochen mit Ihrem Nachwuchs entspannt angehen können; eine Checkliste "Formalitäten", der Sie alle wichtigen Anmeldungen und Eintragungen staatlich relevanter Stellen entnehmen können; eine Liste mit "Beratungsstellen", bei denen Sie Fragen zur Schwangerschaft stellen können sowie eine Checkliste "Hilfen für den Alltag", der Sie Alltagsausstattungen für die Mutter und Dinge zum Schutz des Kindes entnehmen können.

Zum Aufruf der jeweiligen Checkliste klicken Sie bitte auf die jeweiligen Punkte im Menü oder auf einen der unten stehenden Links...

 

 

In eigener Sache: Wollen Sie wissen, wie sich Ihr Körper in der Schwangerschaft verändert, welche Risiken die Schwangerschaft birgt, welche gesetzlichen Regelungen bei Krankheit, Kündigung und im Mutterschutz gelten oder welche bürokratischen Hürden es zu meistern gilt? Antworten auf diese Fragen und noch viel viel mehr finden Sie in unserem ebook "Schwangerschaftswissen kompakt". Informieren Sie sich hier!!! 


Anzeichen einer Schwangerschaft


Wenn Sie Ihren Körper sehr gut kennen, werden Sie sicherlich recht zeitnah nach der Befruchtung feststellen, dass sich dieser verändert. Die Vermutung lautet dann: Bin ich schwanger? Eine Frage die bei jeder Frau Emotionen auslöst. In der Tat erlebt jede Frau die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft auf individuelle Art und Weise. Besonders Frauen die sich ein Kind wünschen achten explizit auf erste körperliche Anzeichen.

Eines der sichersten Anzeichen für eine Schwangerschaft ist wohl das Ausbleiben der Periode; eine Garantie ist es jedoch nicht. Gerade bei  jungen Mädchen ist eine unregelmäßige Menstruation üblich. Manchmal bleiben die Tage auch einfach wegen Stress, Krankheit, Müdigkeit, Hormonstörung, Angst sowie Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme aus. Auf der anderen Seite bedeutet das Erscheinen des monatlichen Zyklus jedoch nicht, dass die Familie keinen Zuwachs erwartet. Achten Sie am besten auf die Quantität und die Qualität der Blutung – bei einer Schwangerschaft ist sie viel geringer.

Neben dem Ausbleiben der Periode existiert eine Reihe an Anzeichen, die für eine Schwangerschaft symptomatisch sind. Die wichtigsten haben wir für Sie nachfolgend aufgelistet.

 

Die 10 wichtigsten Anzeichen


1. Heißhunger

Ein plötzlicher Heißhunger auf Speisenkombinationen, die Sie derart sonst nicht zu sich nehmen, ist ein Zeichen dafür, dass Sie schwanger sind. Verlassen Sie sich aber bitte nicht vollständig darauf. Oft entspringt der Heißhunger einem Wunschdenken. Tritt Heißhunger jedoch in Verbindung mit anderen Symptomen auf, sollten Sie nachrechnen, wie lange Ihre letzte Menstruation zurückliegt.

 

2. Übelkeit

Die Übelkeit zählt zu den bekannteren Anzeichen für eine mögliche Schwangerschaft. Begründet wird Sie durch das Schwangerschaftshormon HTC und kann den ganzen Tag über auftreten. In der Regel verschwindet die Übelkeit durch einer Hormonumstellung des Körpers in der 12. Schwangerschaftswoche. Vielleicht werden Sie auch feststellen, dass sich Ihr Geschmackssinn verändert. Manche Frauen behaupten, einen metallischen Geschmack im Mund zu verspüren, andere können plötzlich den Geschmack von Kaffee, Tee oder anderen Lebensmitteln nicht mehr ertragen.

3. Müdigkeit

 

Zu Beginn der Schwangerschaft werden Sie vielleicht feststellen, dass Sie eine erhöhte Müdigkeit plagt und Sie sich außerordentlich schlapp fühlen. Die körperliche Erschöpfung ist begründet durch eine signifikant erhöhte Ausschüttung großer Mengen des Hormons. Müdigkeit ist das am häufigsten auftretende Kennzeichen in der frühen Schwangerschaft, aber kein sicheres Symptom.

 

4. Häufiger Harndrang

Bereits sehr früh in der Schwangerschaft kann es zu einer Zunahme des Harndrangs kommen. Erhöhter Harndrang ist, wie auch der Heißhunger, eines der bekannteren Symptome, sollte aber mit Vorsicht genossen werden, da es zu den eher unsicheren zählt. Ebenso wie die Übelkeit ist der Anstieg des Harndrangs auf die erhöhte Produktion des Hormon Humanes Chorion Gonadotropin (HCG) zurückzuführen.

5. Dunkle Verfärbung des Brustwarzenhofes

Sollte Ihre Haut um die Brustwarzen dunkler werden, könnte dies ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. In seltenen Fällen verändert sich die Farbe der Brustwarzen auf Grund hormoneller Störungen.

6. Empfindliche, geschwollene Brüste

In der Schwangerschaft sind die Brüste häufig druckempfindlich und geschwollen und werden sensibler gegenüber Berührungen. Mit der Veränderung der Empfindlichkeit einher geht in der Regel eine Zunahme des Volumens der Brust, was zu einem manchmal unangenehmen Spannungsgefühl führt.  Sobald Ihr Körper sich an den Hormonanstieg gewöhnt hat, wird der Schmerz nachlassen.

7. erhöhte Basaltemperatur

Die Körpertemperatur einer Frau ändert sich abhängig vom hormonellen Zyklus. Bei der so genannten Basaltemperaturmethode wird morgens die Körpertemperatur der Frau gemessen. Für eine Schwangerschaft ist typisch, dass ca. 2 Tage nach dem Eisprung die Körpertemperatur um 0,2-0,5 Grad ansteigt und über eine Dauer von 13-14 Tage in dieser Spanne bleibt. Sollte die Periode nicht eintreten, bleibt die Temperatur erhöht (mit Eintritt der Regel kommt es zu einem Abfall) Dementsprechend ist der fehlende Abfall der Körpertemperatur als Hinweis auf eine Schwangerschaft zu verstehen und als relativ sicheres Anzeichen zu werten.

8. Einnistungsblutung/Schmierblutung/Unterleibskrämpfe

In seltenen Fällen kommt es zum Zeitpunkt der Einnistung der befruchteten Eizelle zu einer so genannten Einnistungs- oder Implatationsblutung, die im Normalfall ca. 8 Tage nach der Befruchtung auftritt. Einher mit dieser können Schmierblutungen und in seltenen Fällen leichte Unterleibskrämpfen gehen. Im weiteren Verlauf  kann es zudem etwa 14 Tage nach der Befruchtung zu einem dunklen Ausfluss kommen. Dieser entsteht, während sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut verhakt.

9. Stimmungsschwankungen

Starke Stimmungsschwankungen kennen einige Frauen während der Tage vor dem Eintritt der Periode. Die Fachliteratur spricht hier von der so genannten prämenstruellen Phase, kurz PMS. Auch am Anfang der Schwangerschaft kann es, bedingt durch Hormonschwankungen, bereits früh zu einem Wechselbad der Gefühle kommen.

10. Ein positiver Schwangerschaftstest

Wenn Sie mit dem Test bis zum errechneten ersten Tag Ihrer ausbleibenden Periode gewartet haben und das Testergebnis positiv ist, dann sind Sie auf dem Wege, eine Familie zu gründen. Machen Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt, um sich das Ergebnis bestätigen zu lassen und begeben Sie sich direkt in unseren Schwangerschaftsbereich.


Herzlichen Glückwunsch!

 

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Ablauf der Geburt – spontan/Kaiserschnitt

 

Spontangeburt


Häufig wird die Frage gestellt, welche Art der Entbindung die beste für das Baby ist. Die Antwort darauf ist einfach: Die beste Entbindung ist eine möglichst natürliche, die ohne technische Unterstützung abläuft. Eine natürliche Geburt heißt aber nicht zwingend, dass auf alle Hilfsmittel verzichtet wird. Während der natürlichen Geburt werden die Herztöne des Babies zur Sicherheit überwacht. Darüber hinaus wird versucht, bei normaler Wehentätigkeit auf Wehenmittel zu verzichten, die Gabe von Schmerzmittel möglichst gering zu halten und die Eröffnungsphase ohne Spasmolytika zu bestreiten. In den meisten Fällen kann im Rahmen einer schnellen Geburt sogar ganz auf Hilfsmittel verzichtet werden.

Nach erfolgreicher Entbindung wird das Kind auf den Bauch der Mutter gelegt. Dort kann es, mit dem Köpfchen zur mütterlichen Brust geneigt, die Herztöne der Mutter hören, während die Nabelschnur getrennt wird. Wurde das Baby erfolgreich abgenabelt, erfolgt die körperliche Untersuchung des Neugeborenen. Während dieser werden zunächst die Vitalfunktionen mittels APGAR (Atmung, Puls, Grundtonus/Muskeln, Hautfarbe, Erregbarkeit) geprüft sowie die Beatmung der Lungen, die Beschaffenheit der Hüftgelenke, das Aussehen der Wirbelsäule und die Ausformung der Füße und Hände in Augenschein genommen.
 
Das APGAR-Schema stellt hierbei ein Punktesystem zur Beurteilung des körperlichen Zustandes des Kindes dar und wird ca. 10-15 Minuten nach der Geburt bestimmt. Optimal sind dabei  9-10 Punkte. Sofern Sie in der Lage sind, können Sie Ihren behandelnden Arzt gern zum Ergebnis befragen.

Sollte die Geburt aus medizinischen Gründen nicht auf normalem Weg gelingen bzw. der Muttermund keine hinreichend weite Öffnung aufweisen um das Baby mit einer Glocke oder Zange zu holen, kann der behandelnde Arzt einen Kaiserschnitt anordnen.

 

 

Fakten zum Kaiserschnitt


Kaiserschnitte werden immer dann ins Auge gefasst, wenn das Kind von vornherein quer in der Gebärmutter liegt, eine Mehrlingsschwangerschaft festgestellt wurde, ein Plazenta Prävia vorliegt oder eine extreme Frühgeburt ansteht. Zunehmend entscheiden sich viele Schwangere, meist aus Angst vor den Schmerzen bei der Geburt, für einen Kaiserschnitt ohne medizinische Begründung (Selbstbestimmungsrecht der Frau, Geburtshelfer muss über Risiken aufgeklärt haben). Die Entscheidung für einen solchen Wunschkaiserschnitt liegt dabei allein bei der werdenden Mutter. Bevor Sie sich jedoch für einen freiwilligen Kaiserschnitt entscheiden, sprechen Sie bitte mit Ihrer Hebamme, Ihrem Frauenarzt und den Ärzten in Ihrer Entbindungsklinik über Ihr Vorhaben. Ebenso sollten Sie sich über die Konsequenzen im Klaren sein. Ein kaiserschnitt verursacht häufiger Atem- und Anpassungsstörungen beim Kind, verlängert den Krankenhausaufenthalt um ein Wesentliches, verursacht Wundschmerzen und verlängert die Erholungszeit nach der Geburt. Zudem treten in einer Folgeschwangerschaft sehr häufig Komplikationen auf.

Ein Kaiserschnitt, sei er geplant oder ungeplant, stellt die Ärzte, wie auch Sie als Schwangere, vor eine Vielzahl an medizinischen und rechtlichen Fragen. Ein Wunschkaiserschnitt sollte daher gut überlegt werden.


Geburtsschmerzen


Statistiken zeigen, dass Schwangere, die noch kein Kind geboren haben, sehr häufig große Angst vor den Schmerzen während der Geburt haben. Um Ihnen einen kleinen Teil der Angst zu nehmen, können Sie vor der Geburt bereits die folgenden Maßnahmen anstrengen:

 

  • Nehmen Sie regelmäßig an einem Geburtsvorbereitungskurs teil
  • Nehmen Sie möglichst regelmäßig an Schwangerschaftsgymnastikkursen teil
  • Lassen Sie Ihren Partner an der Geburt teilhaben. Er wird Sie besonders auf emotionaler Ebene unterstützen.


Zusätzlich zu den vorbereitenden Maßnahmen kann die Schaffung diverser Rahmenbedingungen dazu führen, dass die Geburt komplikationslos und die Wehen weniger schmerzhaft verlaufen. Vor allem eine Geburt, die spontan (nicht unter Gabe von geburtseinleitenden Mitteln) beginnt, trägt zur Reduzierung der Schmerzen bei. Es lohnt sich daher für Sie, Geduld zu zeigen. Eine Wohlfühlatmosphäre, in der Sie sich aufgehoben, ungestört und unbeobachtet fühlen trägt darüber hinaus dazu bei, dass Ihr Körper seine eigenen Voraussetzungen besser nutzt. Ihr Körper produziert in entspannter Atmosphäre mehr körpereigene Schmerzmittel und sorgt dafür, dass weniger Stresshormone (bewirken, dass die Wehen ineffizienter und schmerzhafter werden) ausgeschüttet werden. Nicht zuletzt kann eine Akkupunktur dabei helfen, die Geburtsschmerzen zu lindern.

 

 

Geburtsphasen


Die Geburt an sich teilt sich in 3 Phasen auf:

 

  • Die Eröffnungsphase, in der sich der Muttermund durch die Eröffnungswehen öffnet
  • Die Austreibungsphase, in der das Kind mit Austreibungswehen nach draußen geschoben wird
  • Die Nachgeburtsphase, in der die Plazenta mittels Nachgeburtswehen abgestoßen wird


Die schmerzhafteste Phase wird für Sie die Eröffnungsphase sein, während die Austreibungsphase von den meisten Frauen als Erleichterung empfunden wird.

Wenn Sie in einer Klinik entbinden, wird diese Ihnen eine Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung stellen, auftretende Schmerzen zu lindern. Es besteht die Möglichkeit, allgemeine Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, schmerzlösende Mittel, krampflösende Mittel oder narkotisierende Mittel zu verabreichen. Seien Sie sich jedoch immer bewusst, dass die Gabe von Medikamenten während der Geburt nicht ohne Nebenwirkungen für Mutter und Kind bleibt.  Die Medikamente können beispielsweise zu Atemproblemen beim Kind führen, Sedative lassen die kindlichen Herztöne abfallen und Lokalbetäubungen verringern die Blutzufuhr und somit die Sauerstoffversorgung zum Kind.

Falls Sie sich für eine lokale Betäubung entscheiden, sollten Sie wissen, dass es folgende 2 Arten gibt:

 

  • Den Pudendusblock, bei dem die äußeren Genitalien und der Damm betäubt werden
  • Die Spinalanästhesie (PDA), bei der die Schmerznerven ausgeschaltet werden (Bedingung: Öffnung des Muttermundes mind. 4cm, Mittel bleibt bis nach der Entbindung im Körper)


Während der Geburt wird sich die Hebamme oder der behandelnde Arzt zwingend nach der Stärke Ihrer Schmerzen erkundigen. Sie können dann entscheiden, welche Methode zur Linderung Sie wählen.


Klinikwahl bei Risikoschwangerschaft


Im Abschnitt „Die Klinikwahl“ haben Sie bereits eine Auswahl an Überlegungen und Kriterien zur Wahl des Geburtsortes bzw. der Geburtsklinik gefunden. Gehören Sie allerdings zu der statistischen Anzahl von 20 Prozent der Paare, bei denen im Verlauf der Schwangerschaft ernsthaftere Komplikationen aufgetreten sind oder für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft bzw. die Geburt solche nicht ausgeschlossen werden, sollten Sie in Erwägung ziehen, sich durch eine Perinatalklinik/ein Perinatalzentrum bzw. eine große Geburtsklinik mit angeschlossener Kinderklinik betreuen zu lassen.

Ein solches Zentrum bzw. Klinik ist dadurch gekennzeichnet, dass in diesem alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen und Fachärzte in einem Haus vereint sind. Die Aufgaben reichen hierbei von der Geburtshilfe über die Narkosemedizin bis hin zur Neugeborenenheilkunde.

 


Die Wahl eines Perinatalzentrums/große Geburtsklinik sollten Sie treffen, wenn:

 

  • Im Verlauf der Schwangerschaft bereits mehrere oder schwere Komplikationen aufgetreten sind
  • Bei Ihnen eine schwere Erkrankung besteht bzw. im Rahmen der Schwangerschaft auftritt
  • Beim Kind bereits während der Schwangerschaft gesundheitliche Probleme bestehen oder für die Geburt prognostiziert werden
  • Sie Zwillinge oder Mehrlinge erwarten


Aus welchen Gründen auch immer Probleme während der Schwangerschaft oder der Geburt nicht ausgeschlossen werden können, sollten Sie erwägen, ein Perinatalzentrums oder eine große Geburtsklinik (mit Maximal- oder Schwerpunktversorgung) als Ihren Geburtsort wählen. Die genannten Kliniken verfügen in der Regel über einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Problem- und Notfällen und sind für jegliche Art von Fällen bestens gerüstet. Sobald auch nur eines der genannten Risiken besteht, empfehlen wir Ihnen eine solche Klinik/ein solches Zentrum. Sie und ihr Kind werden dort einfach besser versorgt.


Die Klinikwahl

 

Aus der großen Anzahl an Kliniken, die sich heute um jeden Patienten bemühen, fällt die Auswahl in der Regel nicht leicht. Für Sie ist dies jedoch ein Vorteil, da Sie aus einer Vielzahl an Angeboten wählen können, welches Ihnen am besten gefällt. Wer jedoch die Wahl hat, hat am Ende auch die Qual. Aus diesem Grunde finden Sie nachfolgend eine breite Aufstellung an Kriterien, die Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen sollten:

 

Persönliche Kriterien:

 

  • Erreichbarkeit durch den öffentlichen Nahverkehr
  • Räumliche Nähe zu Ihrer Wohnung
  • Der Ruf und die Leistungsfähigkeit der Klinik
  • Angebotene Serviceleistungen

 

Statistik der Klinik

 

  • Anzahl der Geburten pro Jahr
  • Anteil der ambulanten Geburten im Jahr
  • Kaiserschnittrate in Prozent
  • Dammschnittrate in Prozent (i.d.R. zwischen 25 und 60 Prozent)
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Klinik (rund 3 Tage im Schnitt)

 

 

Einrichtung des Kreissaals und der Geburtszimmer:

 

  • Gesamte Bettenanzahl
  • Breite der Betten
  • Seil vorhanden
  • Geburtsrad vorhanden
  • Gebärstuhl vorhanden
  • Rundes Entbindungsbett möglich
  • Wassergeburt möglich
  • Partneranwesenheit möglich

 

Wochenstation:

 

  • Liegen die Essenzeiten in einem akzeptablen Zeitraum?
  • Gibt es Stillzimmer und Stillberatung?
  • Wie sehen die Besuchsmöglichkeiten und –zeiten aus?
  • Gibt es Besucherräume?

 

Behandlungsmethoden (Erläuterungen im folgenden Kapitel):

 

  • Schmerzmittelgabe
  • Beruhigungsmittelgabe
  • Pudendusblock
  • Spasmolytika
  • Akupressur, Akupunktur
  • Peridualanästhesie
  • Homöopathische Mittel
  • Reflexzonentherapie

 

Versorgung:

 

  • Anzahl der Hebammen im Kreissaal
  • Anzahl der Geburtshelfer im Kreissaal
  • Anästhesist 24h verfügbar
  • Kinderarzt 24h verfügbar
  • Herztondauerüberwachung bei Risikogeburten
  • Intensivstation für Neugeborene
  • Ambulante Geburt möglich


Auswahl der Klinik


Sollten Sie in den Genuss kommen, mehrere gut erreichbare Kliniken in Ihrem Umkreis zu haben, können Sie gern aus den oben genannten Kriterien eine Frageliste zusammenstellen und diese an die jeweilige Klinik schicken. Anhand der Antworten können Sie bereits so eine Vorauswahl treffen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahl bitte auch die persönlichen Erfahrungen von Verwandten, Bekannten oder Freundinnen. Nicht zuletzt kann Ihnen Ihr Hausarzt auch wertvolle Tipps zur Klinikwahl geben.

Im Anschluss an Ihre Vorauswahl sollten Sie Ihrer(n) favorisierten Klinik(en) möglichst mit Ihrem Partner gemeinsam einen Besuch abstatten. Die meisten Kliniken bieten hierfür Informationsabende an, bei denen Sie das persönliche Gespräch zu Ärzten, Hebammen und Geburtshelfern suchen können. Im Rahmen dieser Informationsabende besteht ebenso die Möglichkeit, die Geburtszimmer und den Kreissaal zu besichtigen. Nehmen Sie Ihre Checkliste mit, und arbeiten Sie noch offene Punkte ab. Am Ende werden Sie ruhigem Gewissens Ihre Klinik der Wahl gefunden haben.


Der Geburtsort

 

Eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich während bzw. gegen Ende der Schwangerschaft stellen werden, ist die Frage nach dem Geburtsort. Ein Tipp vorweg: Nehmen Sie sich Zeit, um eine angemessene Antwort auf Ihre Frage zu finden. Nutzen Sie die Erfahrung Ihrer Bekannten und Verwandten, besuchen Sie Informationsveranstaltung und prüfen Sie mögliche Geburtsorte durch einen persönlichen Besuch. Gern können Sie sich mit Ihrer Frage auch an Ihre Hebamme wenden. Diese besitzt in der Regel einen großen Erfahrungsschatz und kann Ihnen helfen, entsprechend der medizinischen Umstände Ihrer Schwangerschaft, den für Sie besten Geburtsort zu finden.

Generell existieren diverse Möglichkeiten, Ihr Kind zur Welt zu bringen: die klinische Geburt, die ambulante Geburt und die außerklinische Geburt.

 

Die klinische Geburt

 

  • Laut Statistik werden in Deutschland rund 95% der Kinder in einer Klinik zur Welt gebracht. Der Hauptvorteil einer Geburt in der Entbindungsklinik liegt dabei darin, dass in dieser sowohl qualifiziertes Personal in vorhanden ist, als sich auch die technische Ausstattung, die diagnostischen Möglichkeiten  und die therapeutischen Einrichtungen auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Bei großen Kliniken besteht darüber hinaus der direkte Zugang zu einer Kinderklinik, welcher im Falle von Komplikationen essentiell wichtig für Ihr Kind sein kann. Neben obigen Voraussetzungen bietet die Entbindung in einer Klinik zusätzlich folgende Vorteile:

 

  • eine qualitativ hochwertige Beurteilung des Kindes (innerhalb und außerhalb des Mutterleibes) erfolgt ständig und systematisch durch geschultes Personal
  • Sicherung der Ausführung aller notwendigen Untersuchungen an Mutter und Kind
  • sehr gute Voraussetzungen für das Stillen
  • umfassende Versorgung von Mutter und Kind nach der Geburt
  •  

 

Als größten Nachteil bei einer Klinikgeburt empfinden die meisten Frauen die sterile und lieblose Umgebung der Klinik. Diesen Fakt haben jedoch einige Krankenhäuser erkannt und versuchen, eine Wohlfühlatmosphäre für Sie als werdende Mutter zu schaffen.

 

Die ambulante Geburt

 

Wenn man die ambulante Geburt definieren möchte, ist diese wohl am besten damit zu umschreiben, das eine ambulante Geburt eine Geburt im Kreissaal ist, bei der das Ziel verfolgt wird, die gebärende Mutter möglichst früh nach der erfolgreichen Geburt (i.d.R. 2-4h) zu entlassen. Um eine ambulante Geburt durchführen zu können, müssen die nachfolgenden Bedingungen erfüllt sein:

 

  • es muss eine Hebamme benannt sein, die die täglichen Wochenbettbesuche durchführt
  • es muss ein Kinderarzt für die Vorsorgeuntersuchungen U2 (3-10 Lebenstag) benannt sein
  • es muss sichergestellt werden, dass die notwendigen Blut- und Urintest durch die Hebamme oder den Kinderarzt am 5. Lebenstag durchgeführt werden
  • die Durchführung der 2ten Screeninguntersuchung (Screening nach Stoffwechselerkrankungen und Schilddrüsenunterfunktion) muss gegeben sein und durch einen Facharzt durchgeführt werden
  • es muss eine familiäre Unterstützung oder eine Haushaltshilfe benannt werden

 

Die Risiken einer solchen ambulanten Geburt bestehen natürlich darin, dass die medizinisch-ärztliche Versorgung nicht rund um die Uhr gegeben ist, wodurch mögliche Probleme erst verspätet erkannt werden. Ganz ohne fachmännische Unterstützung stehen Sie jedoch nicht da; Ihre Hebamme wird Sie nach Kräften unterstützen. Vergewissern Sie sich bitte auch, ob Sie folgende Punkte beachtet haben:

 

  • Vitamin-K-Gabe zwecks Blutprophylaxe
  • Durchführung der 2ten Screeninguntersuchung
  • Prüfung der Stillverhaltens und der Gewichtszunahme durch die Hebamme
  • Sofortiges Aufsuchen eine Facharztes bei Gelbfärbung, Blaufärbung und Störung des Wasserlassens beim Kind, zunehmendes Spucken, Erbrechen oder Fieber

 

Die außerklinische Geburt

 

Für die außerklinische Geburt stehen Ihnen 2 Möglichkeiten der Ortswahl zur Verfügung: das Geburtshaus und die Hausgeburt.

 

Das Geburtshaus

 

Eine Geburt im Geburtshaus entspricht im Wesentlichen der Geburt in einer Klinik. Im Unterschied zu dieser ist die Atmosphäre in einem Geburtshaus in der Regel sehr viel freundlicher. Darüber hinaus können Sie in den meisten Geburtshäusern Ihre eigene Hebamme mitbringen. Sollte dieser Aspekt nicht gegeben sein, wird Ihnen durch das Geburtshaus eine „hauseigene“ Hebamme zur Verfügung gestellt.

 

Die Hausgeburt

 

Es ist kein Geheimnis: Die Mehrzahl der praktizierenden Ärzte steht der Hausgeburt kritisch bis ablehnend gegenüber. Sollten Sie sich dennoch für eine Hausgeburt entscheiden, müssen Sie sich auf diese gründlichst vorbereiten. Besprechen Sie aus diesem Grunde zunächst Ihr Vorhaben mit Ihrem Partner und ergründen Sie, ob dieser die Hausgeburt mental durchsteht. Erkundigen Sie sich darüber hinaus nach einer guten freiberuflichen Hebamme und besprechen Sie bitte mit dieser bitte ausführlich Ihr Vorhaben und die notwendigen Schritte. Auch der Kinderarzt muss so früh wie möglich in die Hausgeburt eingebunden werden sowie die bei der ambulanten Geburt genannten Vorkehrungen getroffen werden.

Bevor Sie sich jetzt für eine Hausgeburt entscheiden, sollten Sie die nachfolgend genannten Nachteile gründlich bedenken:

 

  • Sie haben bei einer Hausgeburt nur eine begrenzte Möglichkeit einer medikamentösen Schmerzlinderung
  • Ihnen stehen nur begrenzte technisch-diagnostische Möglichkeiten zur Seite
  • Falls es zu Komplikationen kommt, müssen Sie einen erheblichen Zeitverlust für den Weg ins Krankenhaus in Kauf nehmen
  • Sie werden Probleme nach der Geburt haben, falls wirklich etwas schief gegangen ist


Für welchen Geburtsort Sie sich auch immer entscheiden, freuen Sie sich auf das schönste Erlebnis in Ihrem Leben – die Geburt Ihres Kindes.


Der Geburtsvorbereitungskurs

 

Sicher haben Ihnen Freundinnen oder Bekannte angeraten, unbedingt einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen. Sie haben Recht – es gibt nichts besseres um Informationen und hilfreiche Übungen für die Geburt zu bekommen. In der Umgangssprache wird der Geburtsvorbereitungskurs meist auch als Hechelkurs belächelt. Tatsächlich ist er jedoch viel mehr als das.

 

  • Die Schwerpunkte und Ziele des Geburtsvorbereitungskurses sind bei den meisten „Veranstaltern“ (Hebammen, Frauenärzte, Entbindungsklinik, …) gleich und umfassen in der Regel: Entspannungsübungen zur gezielten Enspannung während den Wehenpausen
  • Gymnastik zur Lockerung des Körpers für die Geburt sowie zur Steigerung der
  • Leistungsfähigkeit
  • Atemtechniken um die Wehen besser zu verkraften
  • Informationen über die Schwangerschaft sowie die Geburt
  • gemeinsame Geburtsvorbereitung mit dem Partner (Unterstützung beim Atmen, massieren…)
  • Kontaktaufnahme zum Baby
  • sowie die Vorbereitung auf die Zeit nach der Geburt

 

 

Für einen Geburtsvorbereitungskurs existieren je nach Veranstalter unterschiedliche Arten, wie dieser umgesetzt werden kann. In der Regel ist es bei fast jedem Anbieter möglich:

 

  • entweder einen Paarkurs zu machen, bei dem Sie gemeinsam mit Ihrem Partner auf die Geburt vorbereitet werden
  • einen Kompaktkurs am Wochenende zu besuchen
  • Kurse für Frauen ohne Partner oder mit Dritten Personen zu buchen, die an der Entbindung teilnehemen möchten
  • oder Kurse für Eltern die bereits Kinder haben zu besuchen, bei denen speziell auf die Situation für die Kinder (großer Bruder/Schwester) nach der Geburt eingegangen wird.

 
Die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs werden für eine Gesamtdauer von 14 Stunden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen; bei privaten Krankenkassen hängt die Übernahme von der jeweiligen individuellen Vertragsregelung des Versicherten ab. Auf Grund der Kostenübernahme der Krankenkasse dauern die meisten Kurse sieben Wochen, wobei jeweils 2 Stunden pro Woche anberaumt werden. Für Sie bedeutet dies, dass Sie spätestens ab der 30. Schwangerschaftswoche den Kurs beginnen sollten. Die Anmeldung hingegen sollte wesentlich früher erfolgen.

Abschließend noch ein kleiner Tipp. Die meisten Schwangeren, die vor der Geburt einen Geburtsvorbereitungskurs besucht haben, erwarten und erleben die Geburt in der Regel weitaus gelassener. Ebenso wie Sie profitiert natürlich auch Ihr Partner von der guten Vorbereitung. Er wird Sie besser unterstützen können und hilfreich zur Seite stehen.


Die Geburt – der schönste Augenblick im Leben

 

Sie haben es fast geschafft – ein langer Weg des Heranwachsen des Kindes liegt hinter Ihnen und in wenigen Wochen oder Tagen wird Ihr kleiner Spatz das Licht der Welt erblicken. Sicherlich machen Sie sich bereits jetzt Gedanken über die nächsten Schritte; die Geburt und die Zeit danach.

 

Wenn Sie sich jetzt fragen, welche Vorbereitungen Sie treffen müssen, sollten Sie für sich auf jeden Fall einplanen:

 

  • sich persönlich und seelisch auf die Geburt vorzubereiten
  • die endgültige Wahl Ihres Geburtsortes (Klinik, ambulante Geburt, Geburtshaus, zu Hause) zu treffen
  • die letzten Vorbereitungen für die ersten Tage mit dem Baby daheim durchzuführen
  • und nicht zuletzt die Auswahl eines Kinderarztes zu treffen

 

Die kleine Auswahl oben zeigt, dass gerade zum Ende der Schwangerschaft eine Vielzahl an Entscheidungen getroffen werden müssen. Gern können Sie in den folgenden Kapiteln dieser Rubrik weitere Informationen zur Geburt nachlesen. Hierfür haben wir für Sie bereitgestellt:

 

 

In eigener Sache: Wollen Sie wissen, wie sich Ihr Körper in der Schwangerschaft verändert, welche Risiken die Schwangerschaft birgt, welche gesetzlichen Regelungen bei Krankheit, Kündigung und im Mutterschutz gelten oder welche bürokratischen Hürden es zu meistern gilt? Antworten auf diese Fragen und noch viel viel mehr finden Sie in unserem ebook "Schwangerschaftswissen kompakt". Informieren Sie sich hier!!! 

 


Schlechte Ernährung während der Schwangerschaft beeinträchtig die Gesundheit der Kinder nachhaltig

 

Wenn sich die Mutter während der Schwangerschaft schlecht ernährt, hat das offenbar nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit des Föten, sondern beeinträchtigt auch dessen Empfindlichkeit für verschiedene Krankheiten später im Leben wie eine Studie von der University of Cambridge zum ersten Mal zeigen konnte. Insbesondere das Risiko für Diabetes Typ 2 scheint dabei besonders betroffen zu sein. Die Studie erschien in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences.

Dass die Epigenetik im Leben eines jeden eine immer bedeutendere Rolle zu spielen scheint, ist mittlerweile gut belegt. Dass aber solche Faktoren beim Föten ebenfalls einen Einfluss haben und diesen lebenslänglich auszuüben scheinen, war bislang nicht bekannt.

 

Die Epigenetik hilft

 

Bei der Epigenetik geht es im Prinzip darum, dass Umweltfaktoren im Laufe des Lebens mit den Genen interagieren und deren Expression beeinflussen, was sich wiederum auf die Gesundheit und das Krankheitsrisiko auswirkt. Die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft ist ein solcher Umweltfaktor. “Das interessanteste an unserer Studie,” so Dr. Susan Ozanne, führende Autorin der Publikation vom Institute of Metabolic Science der Universität Cambridge, “ist die Tatsache, dass wir langsam zu beginnen verstehen, wie die mütterliche Ernährung während der Schwangerschaft unsere langfristige Gesundheit im Leben mitprägt, indem sie einen Einfluss auf den Alterungsmechanismus der Zellen zu haben scheint.”

Bislang war aber unklar, wie ein solcher Einfluss auf die Zellentwicklung ausgeübt werden kann. Die Forscher aus England haben jetzt herausgefunden, dass ein spezifisches Gen, das Hnf4a, das bereits mit Typ 2 Diabetes in Zusammenhang gebracht wurde, von der mütterlichen Ernährung via Modifikationen an der Erbsubstanz reguliert wird. Ausserdem fanden sie, dass eine schlechte Ernährung die Anhäufung dieser Schlüsselveränderungen an der Erbsubstanz im Verlauf des Alterungsprozesses beschleunigt.

 

Ältere Studien bestätigen die Annahmen

 

Aus früheren Studien weiss man, dass das Gen Hnf4a eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) wie auch später bei der Insulinproduktion spielt. Die Forscher glauben dann auch, dass die mütterliche Ernährung während der Schwangerschaft die Expression dieses Gens in dem Masse nachhaltig beeinflusst, dass es zu einer Veränderung des späteren Diabetes-Risikos führt.

Um ihre Hypothese zu testen, haben die Forscher aus Cambridge ein gut untersuchtes Mausmodell gewählt, bei dem der Nachwuchs durch Veränderung des Eiweissgehalts der mütterlichen Ernährung im Erwachsenenalter einen Typ 2 Diabetes entwickeln.

Die Untersuchungen konzentrierten sich zunächst auf die Erbsubstanz der Insulin sezierenden Zellen im Pankreas der Kontrollmäuse und derjenigen, deren Mütter während der Tragzeit schlecht ernährt wurden. Die Forscher fanden, dass die Expression von Hnf4a bei denjenigen Mäusen, die anfällig für Typ 2 Diabetes waren, deutlich reduziert war im Vergleich zur Kontrollgruppe. Hnf4a scheint zudem einer altersbedingten Reduktion zu unterliegen, die in beiden Gruppen unabhängig von der Ernährung gefunden wurde.

 

Hnf4a führt zu epigenetischen Veränderungen

 

In einem zweiten Schritt untersuchte das Team einen anderen Teil der Erbsubstanz und fand heraus, dass der Abfall von Hnf4a eine Folge epigenetischer Veränderungen war. Dabei war die normale altersbedingte Reduktion von Hnf4a bei den Mäusen, deren Mütter einer schlechteren Ernährung ausgesetzt waren, deutlich dramatischer als in der Kontrollgruppe. Die epigenetischen Veränderungen, die in der Folge der schlechten mütterlichen Ernährung und den normalen altersbedingten Zellveränderungen zustande kamen, sind ganz offenbar für die verminderte Expression von Hnf4a verantwortlich. Als Konsequenz davon resultiert eine verminderte Pankreasfunktion und Insulinsekretion und somit auch eine Erhöhung des Diabetes-Risikos.

“Es ist erstaunlich, dass die mütterliche Diät soviel Einfluss auf unsere Gene nehmen kann, dass sich diese an Dinge erinnern, die sich sehr früh im Leben eines Jeden abgespielt haben,” meinte Miguel Constancia, ein weiterer Autor der Studie.

Dass eine gesunde Schwangerschaft eine wichtige Voraussetzung für die kindliche Gesundheit ist, ist seit längerem bekannt. Die Gründe dafür sind weitestgehend unbekannt. Die englische Studie hat jetzt einen möglichen Weg aufzeigen können.

 

 

Die Hebamme

 

„Die Hebamme ist lediglich bei der Geburt dabei und hilft, das Kind zur Welt zu bringen“. So lautet eines der weit verbreitetsten Vorurteile. Tatsächlich sind Hebammen aber viel viel mehr. Hebammen sind Fachfrauen, die dazu ausgebildet sind, Sie als werdende Mutter während der Schwangerschaft, im Rahmen der Geburt wie auch in der Zeit nach der Geburt zu unterstützen, helfend zur Hand zu stehen und Sie jederzeit zu begleiten.

Wenn Sie möchten, können Sie die Hilfe einer Hebamme jederzeit in Anspruch nehmen. Als Ansprechpartner steht die Hebamme Ihnen für Beratungen in der Schwangerschaft, für Vorsorgeuntersuchungen (abgesehen vom Ultraschall), für Hilfe bei Schwangerschafts-beschwerden und Vorwehen, für Geburtsvorbereitungskurse, für die Betreuung während der Geburt, für Wochenbettbesuche, für Kurse der Rückbildungsgymnastik aber auch für die Stillberatung und sämtliche weiteren Belange beratend und ausführend zur Verfügung.

Über entstehende Kosten für die Inanspruchnahme der Leistungen der Hebamme müssen Sie sich als gesetzlich Krankenversicherte keine Gedanken machen, die Hebamme rechnet alle Leistungen direkt gegenüber Ihrer Krankenkasse ab. Sollten Sie einer privaten Krankenversicherung angehören, werden die Rechnungen Ihnen gestellt – Sie können diesen dann wie gewohnt bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Welche einzelnen inhaltlichen Aufgaben die Betreuung der Hebamme umfasst, können Sie gern nachfolgend lesen.

 

 

Beratung während der Schwangerschaft

 

Vom Beginn der Schwangerschaft an steht Ihnen die Hebamme, wie auch Ihre Fachärztin, als Ansprechpartner für alle Fragen und Unklarheiten zur Verfügung. Das Spektrum reicht hier von der Beantwortung von Fragen zu Symptomen, die Sie nicht einschätzen können, bis hin zur Beratung, welche Anschaffungen im Rahmen der Schwangerschaft notwendig sind oder welcher Geburtsort für Sie der sinnvollste ist. Halten Sie sich nicht zurück beim Fragen stellen, Sie können von der langjährigen Erfahrung der Hebamme nur profitieren.

 

Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden und Vorwehen

 

Neben der klassischen Hilfe des Facharztes beherrscht die Hebamme ein breites Spektrum an Methoden der medizinischen und natürlichen Heilkunde. Ob Übelkeit am Anfang der Schwangerschaft oder Sodbrennen, Kreuzschmerzen und Krampfader am Ende, die Hebamme kennt stets ein Gegenmittel und steht Ihnen mit wertvollen Tipps und Tricks zur Verfügung.

Wenn Sie vorzeitige Wehen oder Anzeichen für eine Frühgeburt haben, unterstützt Sie die Hebamme mit Massagen oder Übungen, Sie hilft Ihnen bei Schlafstörungen oder Ängsten, gibt seelischen Beistand und überbrückt gemeinsam mit Ihnen die Wartezeit bis zur Geburt. Falls Ihr Kind nicht zum errechneten Termin geboren wird, kann die Hebamme sogar mit Methoden der Naturheilkunde versuchen die Geburt einzuleiten. Hierdurch kann es möglich werden, die Nutzung von Wehenmitteln zu vermeiden.

 

Betreuung während der Geburt

 

Kommt es zum Blasensprung oder den ersten Wehen, ist die Hebamme zur Stelle. Ihr Dienst im Rahmen der Geburt beginnt mit der ersten Wehe und endet erst, wenn sich die Hebamme überzeugt hat, dass mit Kind und Mutter nach der Geburt alles in Ordnung ist. Im Kreissaal einer Klinik werden Ihnen in der Regel angestellte Hebammen zur Verfügung stehen, jedoch besteht in einigen Kliniken die Möglichkeit, mit einer Beleghebamme (freiberufliche Hebamme) die Geburt zu bestreiten. Falls Sie sich unsicher sind, ob diese Möglichkeit besteht, setzen Sie sich bitte vorab mit Ihrem gewählten Krankenhaus in Verbindung.

Neben der klassischen Geburt im Krankenhaus existieren derzeit rund 100 Geburtshäuser deutschlandweit, die Sie als alternative Geburtsstätte wählen können. Diese arbeiten in der Regel eng mit Hebammen und Krankenhäusern der Umgebung zusammen. In seltenen Fällen besteht ein Zwang, das Kind in Begleitung einer Hebamme des Geburtshauses in einer Klinik zu bekommen. Ausführliche Informationen hierzu erhalten Sie natürlich im Geburtshaus in Ihrer Nähe.

Falls Sie planen, Ihr Kind zu Hause zu entbinden, können Sie sich ebenfalls an eine Hebamme wenden. Diese steht Ihnen als Begleitung für die Hausgeburt zur Verfügung. Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde bereits bestätigt, dass für eine häusliche Geburt einer gesunden Schwangeren mit einem normalen Schwangerschaftsverlauf kein erhöhtes Risiko besteht.

Im Übrigen muss nach herrschendem deutschen Recht zu jeder Geburt eine Hebamme herangezogen werden. Während diese auf der einen Seite berechtigt ist, eine normal verlaufende Geburt in eigener Verantwortung zu bestreiten, ist Sie auf der anderen Seite dennoch verpflichtet, bei Abweichungen zur Norm einen Gynäkologen hinzuzuziehen.

 

 

Wochenbettbesuche

 

Der Wochenbettbesuch ist die zentrale Aufgabe der Hebamme nach der Geburt. Diese kümmert sich hierbei um Sie und Ihr Kind; sie versorgt den Nabel, achtet darauf, dass das Neugeborene keine Gelbsucht entwickelt, sie unterstützt Sie beim Stillen, berät Sie hinsichtlich der Ernährung, beantwortet Ihre Fragen und versucht Ihnen bei Unsicherheiten und Neuanschaffungen zu helfen.  

Darüber hinaus übernimmt die Hebamme auch die körperlichen Kontrollen. Sie achtet darauf, dass sich die Gebärmutter sowie der Wochenfluss normal zurückbilden, Sie beobachtet die Brust und hilft bei Anzeichen von Verhärtungen, versorgt wunde Brustwarzen und gibt Tipps zur Dammpflege.

In den ersten 10 Tagen nach der Geburt besteht Ihrerseits ein Anspruch auf tägliche Hebammenhilfe. Falls nötig, können während der ersten 8 Wochen weitere 16 Besuche vereinbart werden.

 

Für Sie zur Info

 

Wenn Sie planen, im Rahmen der Schwangerschaft die Hilfe einer Hebamme in Anspruch zu nehmen, versuchen Sie möglichst früh eine passende Hebamme, bei der Sie sich gut aufgehoben fühlen zu finden. Eine Liste der möglichen Hebammen an Ihrem Wohnort können Sie bei Ihrem Frauenarzt, in der Entbindungsklinik oder beim Gesundheitsamt erhalten.

 

In eigener Sache: Wollen Sie wissen, wie sich Ihr Körper in der Schwangerschaft verändert, welche Risiken die Schwangerschaft birgt, welche gesetzlichen Regelungen bei Krankheit, Kündigung und im Mutterschutz gelten oder welche bürokratischen Hürden es zu meistern gilt? Antworten auf diese Fragen und noch viel viel mehr finden Sie in unserem ebook "Schwangerschaftswissen kompakt". Informieren Sie sich hier!!! 

 


Vorsorgeuntersuchung zum Ende der Schwangerschaft

 

Wie bereits im Einleitungstext angesprochen, finden in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten jeweils zwei Untersuchungen pro Monat statt. Die Untersuchungen und Beratungen dienen dabei in erster Linie der Vorbereitung auf die anstehende Geburt.

Ihr Arzt wird für diesen Zeitraum davon ausgehen, dass Sie sich bereits für eine Geburtsklinik entschieden haben und ein persönliches Treffen mit den Mitarbeitern dieser hatten. Diese Vorbereitungen sollen den späteren Geburtsvorgang erheblich erleichtern, da die Gegebenheiten sondiert und das Personal kennen gelernt wurden sowie die Möglichkeiten der Entbindung abgeklärt sind.
 
Im Rahmen der Beratungen wird Sie Ihr Arzt über das Einsetzten von regelmäßigen Wehen sowie den Abgang des Fruchtwassers aufklären. Darüber hinaus kann während des Gespräches ein Geburtsvorbereitungskurs empfohlen werden, der Ihnen weitreichende Informationen über die Geburt sowie die Versorgung des Neugeborenen gibt.

Falls bei Ihnen eine Überschreitung des Geburtstermins vorliegt, wird Sie Ihr Arzt alle 2 Tage konsultieren und entsprechende Untersuchungen durchführen um ausreichend über den mütterlichen und kindlichen Zustand informiert zu sein.

Wie sie sehen, werden Sie die im kompletten Verlauf der Schwangerschaft rundum durch Ärzte, Hebammen und die Klinik betreut und ausreichend mit Informationen und Beratungen versorgt. Sollte dennoch eine Frage offen bleiben, setzten Sie sich ruhig mit Ihrem Ansprechpartner beim Arzt, der Hebamme oder der Klinik in Verbindung. Diese werden Ihnen gern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Vorsorgeuntersuchungen in der Mitte der Schwangerschaft

 

Analog der Frühschwangerschaft werden die körperlichen Untersuchungen im Verlauf des mittleren Trimesters weitergeführt. Ihr zuständiger Arzt wird in diesem Rahmen wiederum eine Gewichts- und Blutdruckbestimmung durchführen und eine Untersuchung von Urin und Blut einleiten. Die gynäkologischen Untersuchungen wie die der Beurteilung der Gebärmutter werden fortfolgend bis zur 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt.An die gynäkologische Untersuchung schließt sich die Begutachtung der Vaginalregion, des Muttermundes und des Gebärmutterhalses an. Bei der Begutachtung werden zunächst Zellen entnommen, die fortfolgend aufbereitet werden und eine Beurteilung der Entwicklung des Kindes zulassen.

Im Zeitraum der 24. Schwangerschaftswoche wird Ihnen als werdende Mutter vielleicht ein sogenannter oraler Glukosetoleranztest empfohlen, welcher die Möglichkeit einer Diabetes mellitus ausschließen soll. Auch wenn dieser Test zusätzliche Aufwände und Kosten verursachen sollte, scheuen Sie sich bitte nicht diesen durchzuführen.

Neben Ihrer körperlichen Konstitution wird während den Vorsorgeuntersuchungen ebenfalls Ihr Kind betrachtet. Im Rahmen der in der 20. Schwangerschaftswoche anstehenden Ultraschalluntersuchung werden Sie zum ersten Mal den Herzschlag Ihres Kindes sehen können; vermutlich entgeht Ihnen auch nicht die Gelegenheit, die kindlichen Bewegungen zu erkennen. Als erstgebärende Mutter können Sie diese selbst ab der 20. Schwangerschaftswoche deutlich spüren. Mit Hilfe des Ultraschallgerätes kann ihr Arzt natürlich auch Aussagen über die Entwicklung des Kindes und dessen Zustand machen, er kann verschiedene Störungen ausschließen oder Auffälligkeiten frühzeitig auf den Grund gehen.

Wie bei jeder Vorsorgeuntersuchung werden die ermittelten Daten in die dafür vorgesehenen Abschnitte im Mutterpass eingetragen.


Vorsorgeuntersuchung in der Frühschwangerschaft

 

Die erste Untersuchung, die Sie als werdende Mutter erhalten, beginnt fast immer mit einem ausführlichen Beratungsgespräch, bei dem bekannte Erkrankungen in der Familie, die vor der Schwangerschaft eingetreten sind, abgeklärt werden. Zudem wird Ihr Arzt gefährdende Lebensweisen wie Rauchen, Alkohol oder Drogenkonsum besprechen und mit Ihnen gemeinsam  eine Lösung zur Vermeidung dieser Substanzen finden.


Die erste Untersuchung sollte zunächst möglichst zeitnah stattfinden. Eine Daumenregel besagt, dass diese kurz nach dem Ausbleiben der Monatsblutung wahrgenommen werden sollte. Was während allen weiteren Untersuchungen der Frühschwangerschaft geschieht, können Sie nachfolgend lesen.

 

Diagnose der Schwangerschaft

 

Im Rahmen der Diagnose der Schwangerschaft erfolgt in der frühen Schwangerschaft zunächst eine Ultraschalluntersuchung, welche die Schwangerschaft bestätigen soll. Sollte die Methode nicht zum gewünschten Ergebnis führen, wird Ihr Arzt gegebenenfalls einen zusätzlichen Hormontest anberaumen, der das Hormon HCG nachweist soll, das von der Plazenta schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in nachweisbaren Mengen gebildet wird.

Darüber hinaus ist es dem Arzt möglich, durch weitere Anzeichen einer Schwangerschaft eine eindeutige Diagnose zu stellen. Zu diesen Anzeichen zählen vor allem das Ausbleiben der Monatsblutung, eine zunehmende Färbung der Vagina sowie der Brustwarzen sowie Veränderungen im Bereich von Brust und Gebärmutter. Vor allem durch ein gründliches Abtasten der Gebärmutter kann Ihr Arzt Auflockerungen, Ausdehnungen oder pulsierende Gefäße ertasten, die ein eindeutiges Zeichen für eine existende Schwangerschaft darstellen. Nicht zuletzt wird Ihr Arzt Sie zu merkbaren Veränderungen befragen. Vor allem Verdauungsstörungen, Erbrechen und Übelkeit, häufiger Harndrang und Veränderung der seelischen Stimmung gehören zu den, wenn auch unsicheren, Anzeichen der Schwangerschaft. Kann Ihr Arzt die Schwangerschaft eindeutig bestätigen, wird er die Anamnese (Bestätigung der Schwangerschaft) feststellen.

 

Bestimmungen des Geburtstermins

 

Wenn Sie den Geburtstermin Ihres Kindes bestimmen möchten, müssen Sie zuerst feststellen, wann Ihre letzte Monatsblutung stattgefunden hat.
 
Die erste Möglichkeit der Feststellung des Geburtstermins ist die Addition von 267 Tagen mit einer Schwankung von etwa 7 Tagen zum Tag der Befruchtung. Da in der Regel aber der Tag der Befruchtung nicht bekannt ist, existiert eine weitere Berechnungsmöglichkeit, die Naegele-Regel. Diese verwendet als Ausgangspunkt für die Berechnung des Geburtstermins den ersten Tag der letzten Monatsblutung sowie den Abstand zwischen zwei Monatsblutungen und schreibt im Detail folgendes fest: Der Geburtstermin bestimmt sich nach der Regel: 1.Tag der letzten Periode + 1 Jahr + 7 Tage - 3 Monate +/- die Abweichung zu einem 28-Tage-Zyklus.

Diese kompliziert erscheinende Rechnung wird mit einem Beispiel viel deutlicher

War der 1.Tag der letzten Periode einer Frau der 17.12.2010 und beträgt der verlängerte Zyklus dieser Frau 32 Tage, dann ergibt sich daraus 17.12.2010 + ein Jahr = 17.12.2011 – 7 Tage = 10.12.2011 – 3 Monate = 10.09.2011 + 4 Tage Abweichung vom 28-Tage-Zyklus = 14.09.2011.

Der durch eine der beiden Methoden ermittelte Geburtstermin stellt jedoch lediglich einen Richtwert und keinesfalls den genauen Termin dar. Jedoch ist es Ihrem Arzt in der Frühschwangerschaft möglich anhand der Vermessungen des Kindes mit Ultraschallabbildungen eine relativ genaue Aussage über das Alter des Kindes und dessen Geburtstermin zu geben. Im Rahmen dieser Vermessung wird die Länge vom Scheitel bis zum Steiß des Kindes gemessen (sog. SSL oder Scheitel-Steiß-Länge) sowie der Durchmesser der Fruchtblase und des kindlichen Kopfes ermittelt. Bitte beachten Sie aber, dass die Untersuchungen lediglich bis zur 12. Schwangerschaftswoche aussagekräftig sind, da die Entwicklung des Kindes fortan individuell und sehr verschieden läuft.

 

 

Erhebung der Vorgeschichte

 

Im Rahmen der Erhebung der Vorgeschichte werden Sie mit Ihrem Arzt detailliert zu früheren Krankheiten und eventuell aufgetretenen Komplikationen während bereits stattgefundenen Schwangerschaften sprechen. Im Vordergrund der Beratung steht hierbei die Abfrage von Medikamenten, da diese, wie auch Krankheitserreger, über die Plazenta in den Körper des Kindes gelangen.

Um die körperlichen Umstellungen durch die Schwangerschaft zu erfassen, wird der Arzt Ihre aktuelle Befindlichkeit abfragen und vorausgegangene Geburten und Schwangerschaften beleuchten. Stellen Sie sich hier auf Fragen nach der Art und Weise früherer Entbindungen, der Schwangerschaftsdauer sowie der Zeit nach der Entbindung ein.

 

Körperliche und gynäkologische Untersuchung

 

Während bei der Ermittlung der Vorgeschichte noch Daten aus der Vergangenheit im Vordergrund standen, wird bei der körperlichen Untersuchung zu Beginn der Schwangerschaft die aktuelle Verfassung der Mutter festgestellt. Ihr zuständiger Arzt prüft im Rahmen dieser Untersuchung das Körpergewicht, welches zur späteren Kontrolle der Gewichtszunahme notwendig ist, führt eine Untersuchung des Urins durch, misst Ihren Blutdruck, bestimmt die Blutgruppe und den Eisenanteil im Blut, screent das Blut nach Infektionserregern und Antikörpern, führt einen HIV-Test und einen Suchtest (der Suchtest gehört zum Ersttrimester-Screening und sucht nach HCG und dem Hormon PAPP-A, die auf chromosomenbedingte Erkrankungen hinweisen) durch und tastet abschließend im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung die Gebärmutter ab.

Ähnlich wie bei den vorangegangenen Einzeluntersuchungen werden auch hier die Daten im Mutterpass vermerkt.

 

Ultraschalluntersuchung

 

Laut den Mutterschaftsrichtlinien des Bundes müssen im Verlauf der Schwangerschaft mindestens 3 Vorsorgeuntersuchungen mithilfe von Ultraschall anberaumt werden. Die gesetzlichen Richtlinien schreiben hierbei nicht vor, wann diese stattzufinden haben; in der Praxis hat sich aber eine Untersuchung in der 10., 20. und 30. SSW. bewährt.

 

Im Rahmen der ersten Ultraschalluntersuchung im ersten Trimester wird ihr Arzt, wie bereits bei der Bestimmung des Geburtstermins angesprochen, den Geburtstermins und das Alter des Kindes bestimmen sowie eine Früherkennung kindlicher Krankheiten durchführen. Darüber hinaus wird Ihr Arzt bestimmen, ob die befruchtete Eizelle ordnungsgemäß in der Gebärmutter liegt und ob eine Mehrlingsschwangerschaft ansteht. Nicht zuletzt wird mit der Ultraschalluntersuchung die Transparenz des Nackens gemessen und eine Prüfungen des kindlichen Nackens hinsichtlich Wassereinlagerungen vorgenommen.


Vorsorgeuntersuchungen

 

Damit Sie als werdende Mutter und vor allem Ihr Baby gesund und ohne Stress durch die Schwangerschaft kommen, muss von jedem zuständigen Arzt im Verlauf der Schwangerschaft eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. Diese Vorsorgeuntersuchungen umfassen regelmäßige Untersuchungen und Beratungen und finden anfänglich einmal und in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten zweimal im Monat statt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im sogenannten Mutterpass vermerkt und helfen, die Kommunikation zwischen den Ärzten, Hebammen und der Klinik erheblich zu vereinfachen.

Die Hauptaufgabe der Vorsorgeuntersuchungen liegt dabei in der Prävention und soll dabei sicherstellen, mögliche Anzeichen von Komplikationen und Störungen so früh wie möglich zu erkennen bzw. zu erfassen, Risikogeburten und -schwangerschaften zu bemerken und entsprechende Maßnahmen zeitnah einzuleiten.

 

Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden:

 

•    die Herztöne des Kindes überprüft    
•    die Lage des Ungeborenen festgestellt
•    das Wachstum der Gebärmutter kontrolliert und
•    der Bauchumfang gemessen

 

Im Rahmen der Beratung werden Fragen beantwortet:

 

•    zur Ernährung in der Schwangerschaft
•    zu der Lebensführung in der Schwangerschaft
•    zu gesetzlichen Regelungen und finanziellen Hilfen
•    zur Vorbereitung auf die Geburt und das Stillen
•    zu arbeits- und versicherungsrechtlichen Fragen im Rahmen des Mutterschutzgesetzes
•    zur Betreuung im Wochenbett
•    und zur Wahl des Geburtsortes

 

Kontrollen während der Vorsorgeuntersuchungen

 

•    9.-12. Woche: Errechnung des Alters und Geburtstermins des Kindes sowie Ultraschalluntersuchung hinsichtlich Mehrlingen
•    19.-22. Woche: Ultraschalluntersuchung zur Prüfung der Ausbildung der Organe und zum Sitz der
•    29.-32. Woche: Ultraschalluntersuchung zum Wachstum des Ungeborene und der Funktion seiner inneren Organe sowie eine Bestimmung der Fruchtwasserwassermenge
•    Blutdruckmessung
•    Untersuchung auf Ödeme und Varizen (Krampfadern)
•    Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor
•    Gewichtskontrolle
•    Urinuntersuchung auf Zucker, Eiweiß, Nitrit und Blut
•    Hämoglobin Bestimmung
•    Hepatitis B (HbsAG-Bestimmung)
•    Chlamydien-Nachweis
•    Röteln-HAH-Test
•    Antikörper-Suchtest
•    Lues-Suchreaktion (LSR)

 

Welche Untersuchung möglich sind, können Sie gern hier nachlesen:

 

•   Überblick Vorsorgeuntersuchungen

•   Untersuchungen am Anfang der Schwangerschaft

•   Untersuchungen an der Mitte der Schwangerschaft

•   Untersuchungen am Ende der Schwangerschaft

•   Ultraschall

•   Pränataldiagnostik

•   Hebamme oder Arzt

•   Toxoplasmosetest

•   Listerientest

•   Gonorrhoetest

•   Nackenfaltentransparenzmessung

•   Bestimmung Hb-Wert

•   B-Streptokokken/GBS-Screening

•   Antikörpersuchtest

•   Anti-D-Prophylaxe

•   Gluckosetoleranztest

•   Kardiotokogramm

•   Test auf Lues/Syphilis

•   Test auf freies PAPP-A und freies ß-HCG

•   Test auf Alpha-Fetoprotein (AFP)

•   CTG

•   Triple-Test

 

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Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft und erwarten nun Nachwuchs.

 

Neben Aktivitäten  wie der Anschaffung eines Kinderzimmers, eines Kinderwagens, erstem Spiezeugs oder der Babykleidung werden Sie als werdende Eltern wahrscheinlich häufig gefragt, wie Ihr Sohn oder Ihr Töchterchen heißen soll. Auch wenn Sie die Frage nicht mehr hören können, einen Namen für Ihr Kind müssen Sie finden.


Wir möchten sie gern bei dieser Suche unterstützen. Auf den Nachfolgenden Seiten finden Sie eine Auswahl aus mehr als 7500 Namen. Wir wissen natürlich, dass Ihnen unsere große Auswahl die Entscheidung für den entgültigen Namen nicht erleichtert. Deswegen finden Sie anschließend eine Sortierung der Vornamen nach Alphabet sowie eine kurze Aufstellung hilfreicher Tipps und Tricks:

 

Read More: Babynamen

 

Was ist der Mutterpass?


Sicher haben Sie sich im Vorfeld der Schwangerschaft oder in den ersten Wochen bereits einige Informationen rund um sie Schwangerschaft eingeholt. In diesem Rahmen sind Sie sicherlich auch auf den Mutterpass gestoßen. Was aber ist der Mutterpass und was beinhaltet er?


Der Mutterpass ist der Ausweis für die Schwangerschaft. Im ihm werden alle relevanten Informationen, die während der einzelnen Untersuchungen bei Ihrem zuständigen Arzt zusammengetragen werden in schriftlicher Form hinterlegt. Sie als Schwangere erhalten den Ausweis bei der ersten Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung und sollte ihn, wie auch den Personalausweis, als wichtiges Dokument ständig bei sich tragen.

 

Für Sie als Nichtmediziner kann dieses kleine Heft jedoch schnell zu einem Buch mit sieben Siegeln werden. Damit Sie die Informationen, die im Mutterpass über Sie und Ihr Kind hinterlegt sind besser verstehen können, werden im Folgenden die einzelnen Begriffe und Vermerke näher erläutert. Zur besseren Veranschaulichung können Sie den Mutterpass hier auch in einer PDF Variante downloaden.

 

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird Ihr zuständiger Arzt die Anamnese stellen. Im Klartext bedeutet dies, dass Sie Ihr Arzt nach der Vorgeschichte der jetzigen Schwangerschaft befragen wird und frühere Schwangerschaften im Hinblick auf bestehende Risiken oder bereits festgestellte Krankheiten durchleuchtet. Im dafür angedachten Teil im Mutterpass werden dafür die nachfolgenden Begrifflichkeiten verwendet:

 

  • Konzeptionstermin: Tag der Befruchtung/Empfängnis
  • Para: gibt die Anzahl der bereits geborenen Kinder an
  • Gravida: Anzahl der Schwangerschaften (inkl. Fehlgeburten) inklusive der jetzigen
  • SSW: Schwangerschaftswoche
  • Mangelgeburt: untergewichtiges Neugeborenes
  • Post partum: nach der Geburt
  • Genetische Krankheiten: vererbbare Krankheiten auf väterlicher/mütterlicher Seite
  • Uterusoperationen: bereits stattgefundene Operationen an der Gebärmutter
  • Rhesus-Inkompatibilität: Unverträglichkeit der Blutgruppe von Mutter und Kind
  • Hypertonie: Bluthochdruck
  • Diabetes: Zuckerkrankheit
  • Adipositas: Übergewicht
  • Sterilität: Unfruchtbarkeit


Für den Bereich der vorangegangenen Schwangerschaften werden die folgenden Begriffe genutzt:

 

  • Abort: bezeichnet Fehlgeburten
  • Abruptio: kennzeichnet Schwangerschaftsabbrüche
  • Sectio: Zahl der Kaiserschnitte
  • EU: bedeutet Extra-Uteringravidität und entspricht Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften
  • Vaginale Operation: meint Saugglocken- oder Zangengeburten

 

Im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung wird Ihnen ebenfalls Blut abgenommen um eine serologische Untersuchung an diesem vorzunehmen. Während den unterschiedlichen Untersuchungen wird nach bestimmten Antikörpern gescannt, die dem behandelnden Arzt nähere Informationen über bereits durchlebte Krankheiten sowie Infektionen geben.

 

Der aufklappbare Teil im Mutterpass wird als Gravidogramm bezeichnet und beinhaltet den grafisch dargestellten Schwangerschaftsverlauf. Im Gravidogramm werden alle Vorsorgeuntersuchungen festgehalten und mit nachfolgenden beispielhaften Begriffen beschrieben:

 

  • Fundusstand: entspricht dem Höhenstand der Gebärmutter über dem Schambein
  • RR: Bluthochdruck
  • Hb (Ery): Zahl der roten Blutkörperchen
  • Vagilane Untersuchung: beschreibt Untersuchungen, die durch die Scheide durchgeführt wurden
  • Anti-D-Prophylaxe: beschreibt den Schutz gegen eine Rhesus Unverträglichkeit bei künftigen Schwangerschaften unter der Bedingung, dass die Mutter rh-negativ ist
  • Variskosis: Krampfadern
  • Sediment: Untersuch des Bodensatzes des Urins hinsichtlich Krankheitsanzeichen

 

Im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen wird das Kind auf fotografischem Wege untersucht. Vielleicht können Sie auf den Bildern nicht wirklich viel erkennen, Ihr Arzt hingegen kann an den Bildern sehr gut erkennen, ob sich das Kind auf normalem Wege entwickelt. Folgende Abkürzungen und Begriffe werden Sie in diesem Abschnitt vorfinden:

 

  • SSL: Scheitel Steiß Länge
  • FS: Fundusstand oder auch Höhenstand der Gebärmutter zum Schambein
  • BPD: biparietaler Durchmesser oder der Durchmesser des Kopfes von Schläfenbein zu Schläfenbein
  • ATD: abdominaler Transversaldurchmesser oder der Bauchdurchmesser, der außen gemessen wird
  • FOD/KU: frontookzipitaler Durchmesser (Durchmesser des Kopfes) manchmal auch als Kopfumfang gemessen
  • FL/HL: Femurlänge oder die Länge des Oberschenkelknochens sowie die Humeruslänge  (Länge des Oberarmknochens)
  • Screening: Suchtest oder Reihenuntersuchung
  • Dorsonuchales Ödem: bezeichnet die Wassereinlagerungen im Bereich des Nackens


Neben den bis dato angeführten Begriffen werden im Verlauf der Schwangerschaft ebenso besondere Befunde festgehalten. Diese werden im Mutterpass folgendermaßen beschrieben:

 

  • Anämie: Blutarmut
  • Ödeme: Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Gestationsdiabetes: Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft neu aufgetreten ist
  • Hydramnion: erhöhte Fruchtwassermenge
  • Dauermedikation: Medikamente, die regelmäßig zugeführt werden müssen
  • Einstellungsanomalie: falsche Lage des Kindes in den letzten SSW
  • Plazenta Insuffizienz: mangelhafte Funktion des Mutterkuchens
  • Placenta praevia: Lage des Mutterkuchens im unteren Teil der Gebärmutter
  • Abusus: Missbrauch von Zigaretten, Alkohol, Medikamenten oder anderen Suchtstoffen

 

In eigener Sache: Wollen Sie wissen, wie sich Ihr Körper in der Schwangerschaft verändert, welche Risiken die Schwangerschaft birgt, welche gesetzlichen Regelungen bei Krankheit, Kündigung und im Mutterschutz gelten oder welche bürokratischen Hürden es zu meistern gilt? Antworten auf diese Fragen und noch viel viel mehr finden Sie in unserem ebook "Schwangerschaftswissen kompakt". Informieren Sie sich hier!!! 

 

Was muss ich allgemein während der Schwangerschaft beachten?

 

Sie als werdende Mutter werden sicher festgestellt haben, dass sich vor allem Ihr Körper und im speziellen die Ernährung signifikant verändert. Eine bedarfsgerechte Ernährung ist daher die Voraussetzung für eine ungestörte Schwangerschaft. Ihr Organismus ist während de Schwangerschaft so ausgerichtet, dass die Versorgung des Fetus in den Vordergrund rückt und in jeder Phase gewährleistet wird. Achten Sie deshalb darauf, dass ein intensiver Nährstoffaustausch zum Fetus gewährleistet ist, indem Sie Ihre Ernährung an den veränderten Nährstoffbedarf anpassen.
 
Irrtümlich wird im Verlauf der Schwangerschaft angenommen, dass vor allem der Energiebedarf (in Form von Kalorien gezählt) stark ansteigt. Schenken Sie diesen Aussagen kein Gehör, tatsächlich steigt in erster Linie der Bedarf an Protein, Kohlenhydraten, Eiweiß, Calcium, Vitamin B, Folsäure und anderen Vitaminen. Aus diesem Grund sollten Sie solche Lebensmittel bevorzugt, die eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte zählen zu diesen Lebensmitteln und werden Ihnen als auch Ihrem Kind einen wertvollen Beitrag leisten.

 

Was Sie als Schwangere nicht essen sollten

 

Was Sie als werdende Mutter während der Schwangerschaft nicht essen sollten, ist wohl einer der am häufigsten diskutierten Themen. Eine Vielzahl an Mythen und guten Ratschläge ranken sich um das Thema, wobei der Großteil weder wissenschaftliche nachweisbar noch sinnvoll anzuwenden ist. Meist resultieren die Mythen über die richtige Ernährung in der Schwangerschaft auf einer Verwechslung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf mit dem Energieverbrauch. Denn um eine gesunde Entwicklung des Babys zu gewährleisten, benötigt dieses vor allem sehr viele zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe. Mit Blick auf die bestehenden Diskussionen sollten Sie zumindest auf eines achten: Verzichten Sie auf den Verzehr schädigender Lebens- oder Genussmittel.

In der nachfolgenden Liste können Sie nachlesen, welche Lebensmittel dies sind:

  • Alkohol
  • Innereien - vor allem Leber
  • Rohe Eier
  • Rohes Fleisch
  • Rohe Milch
  • Geräuchertes Fleisch
  • Waldpilze
  • Farbstoff- und Konservierungsstoffreiche Lebensmittel
  • Käsesorten die in Holzkisten reifen
  • Erdnüsse


In kleineren und beschränkten Mengen dürfen  Sie zu sich nehmen:

 

  • koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee, Cola…
  • Lebensmittel welche Innereien enthalten (z.B. Leberwurst)


Energiebedarf der Mutter

Wie bereits angesprochen, wird irrtümlicher Weise angenommen, dass der Energiebedarf der Mutter während der Schwangerschaft stark ansteigt. Ein Anstieg ist natürlich zu verzeichnen, jedoch gestaltet dieser sich nicht in dem Umfang, wie Sie möglicherweise vermuten werden.

Ab dem 4. Monat einer Schwangerschaft steigt der Energiebedarf durchschnitt um etwa 250 Kalorien pro Tag. Die Begründung hierfür liegt im überproportionalen Wachstum des Föten und der Plazenta. Im Vergleich zum drastisch erhöhten Nährstoffbedarf ist die zufuhr an zusätzlicher Energie jedoch gering. Aus diesem Grunde sollten Sie wissen, wie viele Nährstoffe während der Schwangerschaft zugeführt werden müssen.Nachfolgend können Sie gern nachlesen, welche Nährstoffe in welchen Mengen durchschnittlich während einer Schwangerschaft benötigt werden.

Welche Nährstoffe sind besonders wichtig?

Kohlenhydrate

Der Anteil der Kohlenhydrate sollte in etwa zwischen 260 und 300 Gramm pro Tag betragen, was ungefähr 55 bis 60 Prozent der Gesamtenergiezufuhr an Nahrungsmitteln entspricht. Besonders geeignet sind hierfür Vollkornprodukte, die zusätzlich einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen. Achten Sie bitte ebenso darauf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter) zu gewährleisten und vermeiden Sie einen überproportional hohen Anteil an Süßigkeiten. Der Süßigkeitenanteil sollte zum derzeitigen Stand höchstens 10 Prozent der gesamten Kohlenhydratzufuhr darstellen und entsprechend 40g Zucker oder einen halben Liter Limonade oder Fruchtsaftgetränk nicht überschreiten.

Eiweiß

Da Eiweiß für den Aufbau von Körperzellen und -substanz essentiell wichtig ist, sollte dieser während der Schwangerschaft drastisch erhöht werden. Um ein ausreichendes Wachstum Ihres Fetus zu garantieren, empfiehlt es sich, ab dem 4. Monat eine Proteinzufuhr von 1,3g Eiweiß pro kg Körpergewicht zu erreichen.

Fett

Im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Eiweiß ist der Fettbedarf während der Schwangerschaft nicht erhöht. Aus diesem Grunde sollten Sie den normalen Fettbedarf beibehalten, der in der Regel zwischen 30 bis 35 Prozent liegt. Möchten Sie Ihrem Fetus dennoch etwas Gutes tun, achten Sie bei fettreichen Lebensmitteln darauf, dass diese relativ hohe Anteile an Linolsäure enthalten. Hierfür eignen sich besonders pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl.

Folsäure

Folsäure zählt zu den wichtigsten Nährstoffen während der Schwangerschaft und besitzt eine besondere Bedeutung im Rahmen der Prävention von Schäden an den Organen bzw. Gliedmaßen des Fetus. Der Bedarf erhöht sich während der Schwangerschaft von normalerweise 400 Mikrogramm auf bis zu 750 Mikrogramm. Durch eine zusätzliche Folsäuregabe kann das Risiko von Krankheiten um 60 bis 70 Prozent reduziert werden.

Vitamine

Im Bereich der Vitamine liegt das  Hauptaugenmerk auf denen der Gruppe A und denen der Gruppe B. Achten Sie bei der Zuführung von Vitamin A besonders darauf, dass diese nicht in Übermaßen geschieht. Wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass eine erhöhte Zufuhr zu Missbildungen des Fetus führen kann. Bei Vitaminen der Gruppe B  müssen Sie sich keine Sorgen machen. Werden Sie aber dem erhöhten Bedarf von nahezu 50 Prozent gerecht.

Der Normal Tagesbedarf von Vitamin A liegt am Tag bei ca. 0,8 Milligramm, bei Vitamin B1 um 1 Milligramm, bei Vitamin b2 um 1,2 Milligramm, bei Vitamin B6 um 1,2 Milligramm und bei Vitamin B12 um 3 Mikrogramm.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Körper mit ausreichend Mineralien und Spurenelementen versorgen. Vor allem Calcium, Eisen und Jod sind in diesem Zusammenhang relevant.<br>  <br> Calcium spielt eine wichtige Rolle, um die Knochensubstanz zu erhalten bzw. die Knochenbildung zu fördern. Durch eine reichliche Zuführung von Milch und Milchprodukten können Sie den täglichen Bedarf relativ leicht decken. Dieser liegt in der Schwangerschaft bei ca. 1200 Milligramm.

Eisen ist das Element, das während der Schwangerschaft positiv auf die Versorgung des Fetus über das Blut wirkt. Sollten Sie zu wenig Eisen zu sich nehmen, entstehen keine ernsthaften Risiken; dennoch leidet die Versorgung Ihres Fetus darunter. Die tägliche Eisenzufuhr während einer Schwangerschaft sollte daher 30 Milligramm nicht unterschreiten.

Jod ist eines der Elemente, bei denen in Deutschland flächendeckend eine Unterversorgung besteht. In der Regel nimmt jeder Deutsche nur 1/3 der empfohlenen Tagesdosis zu sich. Gerade in der Schwangerschaft sollten Sie daher an Ihr Kind denken und den notwendigen Bedarf von ca. 230 Milligramm pro Tag decken. Besonders viel Jod ist in jeglicher Art von Seefisch enthalten. Versuchen Sie daher mindesten 2 mal.

 
Vornamen nach Anfangsbuchstabe A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z

 

Zachariah Zarah Ziena Zoë
Zacharias Zarin Zilla Zoey
Zacharie Zarina Zilli Zofia
Zachary Zäzilie Zilly Zoltan
Zachery Zehra Zina Zora
Zahra Zelda Zinnia  
Zala Zella Zion  
Zalman Zelma Ziska  
Zalo Zena Zissi  
Zalona Zeno Zissy  
Zammert Zenon Zita  
Zanab Zenovia Zizi  
Zanaida Zenta Zlatko  
Zander Zenz Zoa  
Zane Zenzi Zoe  

 

 
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Yakub Yasira Yunus
Yale Yasmin Yusra
Yalman Yasmine Yusuf
Yan Yasmineen Yvan
Yann Yeliz Yves
Yanneck Yesenia Yvette
Yannic Yesim Yvo
Yannick Yola Yvonne
Yannik Yolanda  
Yaren Yolande  
Yasar Yonca  
Yasemin Yorick  
Yasin York  
Yasir Yule  

 

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