Test auf Alpha-Fetoprotein (AFP)

 

Was ist das Alpha-Fetoprotein (AFP)

 

Das Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Protein, das während der Entwicklung des Embryos im Verlauf der Schwangerschaft gebildet wird. Die Produktion des Proteins beginnt, wenn der Fetus rund 4 Wochen alt ist. Von da an steigt die Konzentration des Proteins bis zur sechzehnten Schwangerschaftswoche an und stoppt nahezu vollständig nach der Geburt. Bei einem Erwachsenen liegt der Anteil von Alpha-Fetoproteinen gewöhnlich bei weniger als 40 ng/ml.

Da der Anteil des Alpha-Fetoprotein im Blut während der Schwangerschaft zwischen hohen und niedrigen Werten wechselt, kann dessen Analyse zur Prognose von Krankheiten (pränatale Diagnose) beim Kind herangezogen werden.

Wozu dient die Untersuchung in der Schwangerschaft
 

Durch eine Untersuchung des Blutes der Mutter auf Alpha-Fetoproteine steht Ärzten im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge ein chemisches Nachweisverfahren zur Verfügung, das zur Erkennung von Feten mit Verschlussdefekten (offener Rücken, Spaltwirbel, Bauchwanddefekte...) dient. Sehr hohe AFP-Konzentrationen im mütterlichen Blut oder im Fruchtwasser weisen dabei auf einen Verschlussdefekt des ungeborenen Kindes hin. Niedrige AFP-Werte gelten zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche als möglicher Hinweis auf ein Down-Syndrom (Trisomie-21) oder Edwards-Syndrom (Trisomie-18) hin. Die Genauigkeit (Sensitivität) des Tests liegt bei rund 70 Prozent, die Sicherheit (Spezifität) wird mit knapp 98 Prozent angegeben.

Falls Sie sich für einen AFP-Test entscheiden, sollten Sie beachten, dass die Aussagekraft der Untersuchung in hohem Maße abhängig ist von der richtigen Bestimmung der tatsächlichen Schwangerschaftswoche/des tatsächlichen Alters des Fetus sowie von der exakten Bestimmung des AFP-Wertes im Labor.

Wann und wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der Alpha-Fetoprotein-Wert (AFP-Wert) wird im Rahmen des sogenannten Triple-Tests ermittelt. Der Triple-Test selbst ist eine freiwillige Untersuchung während der Schwangerschaft und sollte laut Vorgaben zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche (14+0 bis 17+6), in Ausnahmefällen bis zur 20. Schwangerschaftswoche (19+6), stattfinden. Da es sich um eine freiwillige Untersuchung handelt, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen. Sollten Sie den Triple-Test für sich ins Auge fassen, müssen Sie mit Kosten in Höhe von 45€ - 80€ rechnen.

Für die spätere Laboruntersuchung ist es notwendig, dass der Schwangeren Blut entnommen wird. Dieses entstammt in der Regel einer der beiden Armvenen und wird im Labor hinsichtlich der Konzentration des Alpha-Fetoproteins analysiert. Die ermittelten Werte werden daraufhin an den behandelnden Arzt zur Auswertung übermittelt. Im Übrigen ist der behandelnde Arzt verpflichtet, Ihnen vor der Untersuchung eine ausführliche und verständliche Beratung über die Vor- und Nachteile des Screening zu geben. Zu dieser Aufklärung gehört auch der Hinweis, dass allein durch die Untersuchung keine Diagnosestellung möglich ist. Treten Verdachtsmomente auf, sollten weitere, zum Teil invasive Schritte (Amniozentese, Chorionzottenbiopsie) folgen, um eine endgültige Diagnose zu erhalten.

Wie sind die Ergebnisse zu interpretieren?

Um eine deutschlandweit einheitliche Beurteilung der Werte zu garantieren, wurden medizinische Leitlinien für die AFP-Normal- und Grenzwerte festgesetzt. Nach ihnen gelten Werte oberhalb des 2,5 fachen des Normalwertes als erhöhte Werte, Werte bis zum 2,5 fachen als normal und Werte unterhalb des Normalwertes als zu niedrig. Zu beachten gilt allerdings, dass der AFP-Normalwert stark abhängig von der Schwangerschaftswoche ist. So ist beispielweise ein Wert von 70 U/ml für die 20. Woche noch in Ordnung, für die 16. wäre der Wert jedoch zu hoch. Der nachfolgenden Tabelle können Sie die Normalwerte für die jeweilige Schwangerschaftswoche entnehmen.

16. SSW: 25,6 IE/ml
17. SSW: 28,2 IE/ml
18. SSW: 33,4 IE/ml
19. SSW: 40,3 IE/ml
20. SSW: 43,7 IE/ml
21. SSW: 46,0 IE/ml
* IE = Internationale Einheit

erhöhte Werte

Ist der AFP-Wert im Blut erhöht, ist die Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer Missbildung bzw. eines Verschlussdefektes (offener Rücken, Spaltwirbel...) noch relativ gering. Sollten ähnliche Erhöhungen des AFP-Wertes auch bei einer Fruchtwasseruntersuchung festgestellt werden, ist die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer der oben beschriebenen Neuralrohrschlussstörungen sehr hoch.

zu niedrige Werte

Ist der AFP-Wert im Blut zu niedrige, kann dies auf das Vorliegen einer Trisomie 21 (Down-Syndrom, Mongolismus) hindeuten. Der AFP-Wert liegt bei Trisomie 21 bei etwa 80 Prozent des Wertes von Normalschwangerschaften und tritt bei 1 von 700 Lebendgeburten auf. Bei Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) liegt der AFP-Wert meist unter 60 Prozent des Normalwertes und tritt bei rund 1 von 5000 Lebendgeburten auf. Auch bei anderen Problemen des Feten während der Schwangerschaft kann der AFP-Wert erniedrigt sein.

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