Zwillingschwangerschaften – Wie Zwillinge entstehen

 

Zwillingsschwangerschaften – wie Zwillinge entstehen (Teil 1)

Für die meisten Schwangeren ist es anfänglich ein Schock, wenn Sie von einer Zwillingsschwangerschaft erfahren. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht einmal so gering, dass gleich zwei oder mehr Kinder das Licht der Welt erblicken. Genau genommen liegt die Wahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der Anzahl der Kinder sogar bis rund 1,5 Prozent.
 
Damit Sie im Fall der Fälle nicht ganz unvorbereitet auf eine Zwillingsschwangerschaft zusteuern, finden Sie in unserer neuen Serie einen Überblick über die Entstehung von Zwillingen, was Sie im Verlauf einer Zwillingsschwangerschaft erwartet und welche möglichen Gefahren auf Sie und Ihre Kinder zukommen können. Fangen wir aber mit dem Überblick über die Entstehung von Zwillingen an.

 

Was sind Zwillinge und welche Arten gibt es?

Als Zwillinge (lat.: „gemini“) bezeichnen Mediziner zwei Kinder, die am selben Tag gezeugt und in der Regel auch am selben Tag geboren wurden. Die Kinder stammen hierbei von ein und derselben Mutter bzw. demselben Vater ab. Abseits der skizzierten medizinischen Umschreibung werden aber auch Kinder als Zwillinge bezeichnet (umgangssprachlich), die innerhalb der gleichen Schwangerschaft heranwachsen und im Verlauf desselben Geburtsvorganges das Licht der Welt erblicken (schließt eine unterschiedliche Vaterschaft nicht aus).

Je nach Anzahl der tatsächlich befruchten Eizellen werden Zwillinge in die Kategorien „Eineiige Zwillinge“ und „Zweieiige Zwillinge“ unterteilt. Eineiige Zwillinge entstehen dabei aus einer befruchteten Eizelle, deren Erbanlage sich mittels Zwillingsschlupf in zwei Embryonalanlagen teilt. Die daraus entstehenden (monozygotischen) Zwillinge teilen sich dadurch das gleiche Erbgut und die gleichen Erbanlagen und sehen sich zum verwechseln ähnlich.

Zweieiige Zwillinge wiederum entstehen, wenn in einem Monatszyklus zwei herangereifte Eizellen von zwei unterschiedlichen Spermien desselben Mannes am selben Tag befruchtet wurden (nicht zwangsläufig in einem Geschlechtsakt). In seltenen Fällen entstehen zweieiige Zwillinge aus zweikernigen Eizellen, bei denen beide Kerne durch ein unterschiedliches Spermium befruchtet wurden oder aber, wenn sogenannte Pollkörperchen (die normalerweise abgestoßen werden) einen Zellleib enthalten, der von einem Spermium befruchtet wurde. Zweieiige Zwillinge unterscheiden sich in ihrem Erbgut, sehen sich deshalb nicht zwangsweise ähnlich und können unterschiedliche Geschlechter haben.
 

Wie häufig kommen Zwillinge vor?

Je nach betrachtetem Staat kann die Wahrscheinlichkeit von Zwillingsgeburten weltweit variieren. So liegt die Geburtenrate von Zwillingen in Nigeria beispielsweise im oberen Drittel (bei 6,5 Prozent), während Japan das untere Ende der Statistik mit 0,6 Prozent markiert. Deutschland liegt mit 1,56 Prozent im unteren Drittel des weltweiten Durchschnittes (beträgt aktuell vier Prozent).

Die rund 16 von 1000 Zwillingsgeburten in Deutschland teilen sich wiederum in 25 Prozent eineiige und 75 Prozent zweieiige Zwillinge auf. Im Vergleich zur generellen Wahrscheinlichkeit von Zwillingsgeburten schwankt die Verteilung auf eineiigen und zweieiigen Zwillinge weltweit noch viel stärker. Sie hängt dabei sowohl von genetischen Faktoren, als auch dem durchschnittlichen Alter der Gebärenden und der Anzahl der Kinderwunschbehandlungen ab.

Welche Ursachen gibt es für Zwillinge

Auf Grund von Hormonbehandlungen und künstlichen Befruchtungen steigt die Zahl von Mehrlingsgeburten in Deutschland stetig. Da insbesondere Behandlungen mit dem follikelstimulierenden Hormon (FSH) zu einem vermehrten heranreifen von Eizellen führt, können im Verlauf einer künstlichen Befruchtung öfter die gesetzlich möglichen ein bis drei Eizellen rückverpflanzt werden. Die Chance der Entstehung von zweieiigen Zwillingen steigt damit signifikant an. Darüber hinaus spielt auch das steigende Alter der Mütter eine wichtige Rolle. Denn mit steigendem Alter steigt auch die Konzentration des follikelstimulierenden Hormons. Und das FSH wiederum wirkt als Katalysator für das Zustandekommen einer Zwillingsschwangerschaft.

 

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